Dienstag, 25. März 2014

Tag 11-13 Kurs PR & Öffentlichkeitsarbeit - Presseverteiler, Kommunikationskonzept (Ich war im Urlaub )

Was ich verpasst habe - Tag 11-13

TAG 11

ÜBUNG I:

        Soft Skills so in Text einbauen, dass kein einziger Soft Skill namentlich benannt wird

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ÜBUNG II:

    Die Stegreifrede

        Übung für stressfreies Reden und
        erzählerichem Texten für die zukünftige Pressearbeit

    LESEPROBE:

        02_02_E Die Stegreifrede 04_2012_os_reichel

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PRÄSI HB:

    02_03_Grundlagen schlechter PR


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    LESEPROBE:

        02_04_Gute PR aus Sicht Abendblatt

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AUFGABE:

    Recherche zum Thema PR aus Sicht der Redaktionen

        Fahrplan für die gute Pressearbeit

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TAG 12

03_01_was zeichnet gute PR Arbeit aus?

    Präsentation HB

    http://www.scheidtweiler-pr.de/was-zeichnet-gute-pressearbeit-aus-teil1/


    Diskussionsrunde

http://slow-media-institut.net/digitaler-arbeitschutz


http://www.aok-bv.de/presse/pressemitteilungen/2012/index_08759.html



DAS KOMMUNIKATIONSKONZEPT:

    strategisches Arbeiten

    Systemisches, Systematisches Arbeiten

    Methodisches Arbeiten

    konzeptionelles Arbeiten


ERSTE METHODEN:
               
                Brain Storming / Checkliste

                SWOT

                Sitautions- & Kontextanalyse

                Zieledefinition



Ausflug in unterschiedliche Arbeitsmethoden


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TAG 13

Kurze Zusammenfassung / Notizen und Gesprächsrunde

        --> Was bisher geschah!!!

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Vorbereitung Presseverteiler

    Bspl von Fr. Bonsack
    http://www.goers-communications.de/anleitung-presseverteiler-selbst-erstellen/

    Bspl von Hrn Franz für das Controlling
    http://www.ivw.eu

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LINKS HB

    03_05 Allensbach Institut Medienauswertung

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AUFGABE I:

    Aufstellung / erste Skizze KommPlan

        --> Projektrelevante Medien
   
PRÄSENTATION HB:

    Aufbau Presseverteiler am Bspl. Existenzgründer

    03_06 Erstellung eines Presseverteilers


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Kommunikationskonzept

    --> Vermeidung von PR und Werbung-Kopplungsgeschäft

        = einfaches Rezept!!!

        Kommunikationskonzept

            = Projekt = projektauftrag

                --> = NICHT INHALTE benennen

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Abstecher in die Projektstrukturplanung


           


NICE TO HAVE:

Dominique Bonsack: http://www.americanspirit-info.de/service/accessories.php
Dominique Bonsack: hier gibt es den kostenlosen Taschenaschenbecher dank dem tipp von Frau Karl.

Mittwoch, 19. März 2014

Tag 10 Kurs PR & Öffentlichkeitsarbeit - Bergfest: PR-Mythen, Grundlagen der Pressearbeit

Mitschrift 19.03.2014

TAG 10 - BERGFEST

Besprechung der Nachmittagsaufgabe - Beschäftigung mit bereits Erlernten anhand des eigenen Projektes

Katharina: SWOT-Analyse der eigenen Person - Tipp: Macht Sinn für jeden, seine Stärken und Schwächen zu kennen.

Rosa: weg von Communicationcontrolling, da zu teuer ;) - Hat geschaut, was kommunal gefördert wird und hat an Vernetzungsgeschichte für ihr Projekt "VHS" gearbeitet - wie kann ich vorerst am teuren Controlling vorbeikommen.
Audience Building: Wie kann ich neue Zuhörer generieren? Tut fast keiner im Hochschulbereich - Rosa's Weg: Vernetzung der Hochschulen (aber geht nur vorsichtig, weil sich niemand gerne in die Karten schauen lässt - hier ist Transparenz gefragt und gutes Netzwerking im Voraus. - Rosa hat schon ein gutes Netz)
Resümee:
=> Kenne deinen Markt
=> welche Synergien lassen sich nutzen? - Win-Win-Situation herstellen.

Tipp: Kosten Sparen beim Monitoring: Nutze Google! (Alerts, Analytics, Adverts- gute Kostenkontrolle und Zielgruppenorientierung) - Vorstellung von Herrn Brockmans Kontrollsystem: "1&1 WebAnalytics"

Tipp von Herrn Brockmans: konzeptionelle IST-Analyse: Wo stehen wir, wer sind wir, wo wollen wir hin? - So haben wir später mehr Kontrolle

Rechteübertragung auf das Bild - Beispiel für Formular

Thema PR - Mythen:
anhand einer locker-lustigen Präsentation:

Fünf PR-Mythen auf dem Prüfstand: Märchen der Öffentlichkeitsarbeit






idealer PR-Tag:
Im Vordergrund:die absolute Unternehmenstransparenz
  • Social Media 
    • informiert und unterhält tausende Fans
    • Redakteure erhalten spannende Unternehmensinformationen, die sie sofort in den neuen Aufmacher einbauen.
    • Das Marketing bekommt auch 1-A-Input. 
    • Unannehmlichkeiten oder negative Schlagzeilen sind gestrichen.
PR ist sinnvoll und wichtig, aber viele Unternehmen haben den Stellenwert von PR in ihrem Geschäft noch nicht erkannt haben und setzen Öffentlichkeitsarbeit mit Werbung gleich
Deshalb hier die fünf größten Stolpersteine für PR-Experten:
 1. Mit Anzeigen klappt alles!
zweifelhafte Herangehensweise an die Pressearbeit aber teilweise korrekt, 
  • eine Anzeigenschaltung steigert die Wahrscheinlichkeit einer redaktionellen Erwähnung 
  • partnerschaftliche Miteinander von PR und Journalisten:
    Geben und Nehmen gehört für einige Medien zum Geschäft /
    (auch wenn es ggfs. gegen journalistische Regeln oder PR-Grundsätze verstößt...)
  • Tipp: keine Erwähnung in einem Medium erkaufen, sondern Aufgabe des PR-Beraters auf eine hohe Qualität seines Contents zu achten, denn: Content is King.

2. Auch schlechte PR ist gute PR – Hauptsache Presse
Nur Mythos! Wer glaubt, schlechte PR sei besser als gar keine PR, der irrt. 
  • Schäden am Image eines Unternehmens zu beseitigen ist schwierig und benötigt professionelle Öffentlichkeitsarbeit - Ansehensverlust!
  • Es bedarf langfristiger Kommunikation, um Vertrauen zu einem Unternehmen aufzubauen – jedoch nur einen Bruchteil der Zeit, um mit unprofessioneller Pressearbeit, negative Effekte zu erzielen
  • => Schäden am Image wirken sich unmittelbar auf den Unternehmenswert aus
  •  -> große Verantwortung für PRler

3. PR ist so was wie Werbung – nur kostenlos
Kein Mythos, sondern Unwissenheit, denn:
  • Medien sind verpflichtet, Werbung von redaktionellen Beiträgen strikt zu trennen. 
    • Ziel der Werbung: kurzfristig die Verkäufe zu erhöhen, 
    • Ziel der Pressearbeit: auf langfristiger Basis ein positives und konsistentes Unternehmensbild sowie ein entsprechendes Image zu transportieren und dadurch das absatzorientierte Marketing zu unterstützen. 
    • ERGO: PR und Werbung können sich gegenseitig nicht ersetzen - PR kann Werbebotschaften und -maßnahmen jedoch unterstützen, wenn die Kommunikationsstrategie darauf ausgelegt ist.
Beispiele: Tim Wiese und Targobank oder der Coca-Cola-Truck (hier ist PR und Werbung nicht zu trennen)

 4. Redaktionen müssen Pressemitteilungen vollständig veröffentlichen

Irrglaube! 
  • Der Redakteur entscheidet, ob und was für Informationen er aus einer Pressemitteilung für sein Medium verwendet – das richtet sich natürlich auch nach der individuellen Leserschaft/ Zielgruppe. 
  • Der PR-Treibendeversorgt den Redakteur bestenfalls mit interessanten – Informationen 
  • Der Journalist darf damit machen, was er will, solange er den Inhalt nicht verfälscht. 
    • Er darf sogar seinen Namen unter den guten Fachartikel einer PR-Agentur setzen.
      (Aber entspricht das dem journalistischen Ethos entspricht.
  • Geheimtipp von Herrn Brockmans: Netzwerk/ gute Beziehung zu den Redakteuren aufbauen, um die Themen so abzudrucken, wie ich sie mir vorstelle.

5. PR kurbelt den Verkauf unmittelbar an
Nicht kurzfristig, aber mittel- bzw. langfristig wird sich gute PR aber auf jeden Fall in den Verkaufszahlen niederschlagen. 
ABER: Rückverfolgung der Absatzsteigerung oft schwierig und nur schwer auf die konkrete PR-Maßnahmen zurückzuführen.
Tipp: Veröffentlichungen sind gute Nachweise der Kompetenzen eines Unternehmens, sie eignen sich für die Verwendung im Vertrieb und Marketing.
Wer unterliegt dem Standesrecht und darf nicht w4erben:
  • Anwälte
  • Steuerberater
  • Ärzte
-> hier lief es über PR - hier kann man den direkten Durchlauf der PR spüren und teilweise messen


Grundlagen der Pressearbeit - Jörg Nielsen IHK

I. Grundlagen der Pressearbeit
„Pressearbeit- das kann doch jeder, das kann der Herr Müller aus der Marketing-Abteilung noch nebenher mitmachen" - ein leider immer noch häufig gehörter Satz, wenn Unternehmen auf ihre Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (PR) angesprochen werden. Gute Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist jedoch absolut nichts, was „nebenher" und „aus dem Bauch heraus" betrieben werden sollte. Eine derartige Pressearbeit schadet dem Unternehmen eher als dass sie nützt. Es ist wie beim Kochen: Irgendetwas zusammenrühren kann jeder, aber wenn es schmecken und bekömmlich sein soll, erfordert das Ganze schon ein wenig Übung, Konzentration und Können
Der Pressearbeit betreibende Mensch bewegt sich in einem schwierigen Umfeld: Dem Informationsmarkt. Einem Markt, auf dem die Teilnehmer unter Reizüberflutung leiden, denn es gibt eher zu viele als zu wenige Informationen. Angesichts der Informationsflut selektieren die Menschen -bewusst oder unbewusst - recht genau, was sie hören, sehen, lesen und letztendlich auch behalten wollen.
Wenn Sie in Ihrem Unternehmen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit machen, dann sollten Sie sich einige wenige grundlegende Wahrheiten vor Augen halten, auch wenn diese ernüchternd sein mögen:
  • Eigentlich braucht niemand Ihre Informationen. Selten werden Sie eine Information zu bieten haben, die tatsächlich weltbewegend ist; meist wird der Welt nichts fehlen, wenn Ihre Information nicht gedruckt oder gesendet wird (auch wenn Sie persönlich das vielleicht anders sehen)
  • Sie sind nur ein Informant unter vielen. Die Medienschaffenden werden tagtäglich mit Meldungen überhäuft; eine wahre Nachrichtenflut überschwemmt täglich den Schreibtisch eines Redakteurs.
  • Die Medien sind Ihnen gegenüber zu nichts verpflichtet. Auch wenn Sie damit locken, dass Sie bei Veröffentlichung Ihrer Information gerne eine Anzeige schalten (was Redakteure gar nicht mögen), auch wenn Ihre Meldung wichtig und neu ist, so gilt doch: Sie wollen in die Medien, sie sind auf die Medien angewiesen, um Ihre Informationen in die Öffentlichkeit zu tragen, um ein positives und vertrauensvolles Bild und Verständnis für Ihre Aufgaben und Ziele zu schaffen. 
Brockmans: Achtung vor Bestechungszuweisungen!
 
Diese Grundsätze vor Augen lautet das Credo der PR-Arbeit: Bieten Sie nur erstklassige Informationen an, die so aufbereitet sind, dass sie wahrgenommen, aufgenommen und verstanden werden können. 
Brockmans: Kurze und präzise, prägnante Inhalte - Konzentration auf das Wesentliche! CONTENT IS KING!

Und warum sollten Sie sich diese Mühe machen? - Weil Sie Ihr Anliegen positionieren wollen, weil Sie Aufmerksamkeit bei bestimmten (Teil)öffentlichkeiten wecken wollen. Und dazu möchten Sie
  • die Mittlerfunktion und das Image („Was in der Zeitung steht ist wahr") der Medien nutzen. 
  • Durch gezielte (gute) Informationen über Ihr Unternehmen und seine Leistungen können Sie Ihre Firma positiv profilieren. 
  • Dazu warten Sie nicht passiv, bis etwas passiert, sondern Sie versuchen, Berichterstattungen zu initiieren und zu beeinflussen
    • beispielsweise durch Pressemitteilungen oder Pressekonferenzen
Pressearbeit - Die Vorbereitung
Pressearbeit will jedoch vorbereitet sein. Wieder hilft das Bild vom Koch: Der reißt auch nicht die Schränke auf und schüttet wild alles in einen Topf. Viel mehr wird er sich an einem Rezept orientieren, abwägen, welche Zutaten er braucht und wie er diese miteinander vermengt. Nicht anders funktioniert Pressearbeit: 
  • Kontakte zu den Medien wollen her gestellt und gepflegt werden (PR-Aktivitäten sollten langfristig ausgerichtet und von Dauersein),
    Beispiel für gutes Thema, über das wir immer schreiben können: Serie in Teile aufsplitten oder Newsletterserie - aber Achtung: Content ist King! Keine Werbespammails!
  • relevante Themen sollten vor der Kontaktaufnahme vorliegen (interessant, aktuell, kompetent), 
  • die Themen müssen vor der Weitergabe an die Presse ausgearbeitet werden: Lassen Sie sich Informationen aus dem Unternehmen zutragen, recherchieren Sie selber, erstellen Sie eine Faktenliste. Und schließlich: 
  • Denken Sie darüber nach, wie Sie ein Thema mediengerecht aufbereiten können und überlegen Sie, wie es „verkauft" werden soll (Hintergrundgespräch? Pressemitteilung? Anruf? Pressekonferenz? Event?).
Pressearbeit - Die Akteure
Viele Köche rühren im Brei mit herum, bis eine Meldung endlich in der Zeitung steht oder
im Radio gesendet wird: Das Unternehmen als Ganzes initiiert und liefert Themen. 
  • Der PR-Verantwortliche koordiniert und vermittelt. 
  • Die Medien interpretieren, verändern, informieren ihre Leser. 
  • Und schließlich nimmt die Öffentlichkeit die Infos auf, und liefert mitneuem Wissen neue Themen-lnputs. 
Pressearbeit - Der Presseverantwortliche
Pressearbeit in einem kleinen bis mittleren Unternehmen sollte immer nur einer machen, damit die Presse sich an diesen festen Ansprechpartner gewöhnen kann. Eine gängige Beschreibung dieses einen  PR-Verantwortlichen lautet: „Sitzt grundsätzlich zwischen allen Stühlen und hat dabei auch noch stets freundlich zu sein!" Ganz so schlimm ist es nicht, aber ein Körnchen Wahrheit steckt in dieser Aussage. Der Rest der Untemehmens-Mannschaft wird dem Presseverantwortlichen entweder sagen:
 „Pressearbeit - Wozu? Wie, wir sollen zuliefem? Macht sich doch von selber - ist doch alles total spannend und erklärt sich alleine, brauchst Du doch bloß schnell  zusammenzuschreiben! oder einfach „Sorgen Sie bitte dafür, dass diese Meldung so
abgedruckt wird! Die Medien werden denken (und manchmal auch laut sagen): „Oh Go
tt - die schon wieder? Müssen wir das bringen? Ist ja nichts Neues... In der Pressemeldung steht ja gar nichts drin...Haben wir das exklusiv? ... Hoffentlich telefonieren die nicht auch noch hinterher...".
Und bei alldem hat der PR-Mensch vor allem folgende Eigenschaften zu zeigen: freundlich, höflich, bestimmt, zuverlässig, schnell, kontinuierlich, langfristig (auch nach innen).
Kurz: Er ist der optimale Dienstleister.  
Neben der Methodenkompetenz sind weitere Eigenschaften eines guten Dienstleisters: 
  • Konfliktfähigkeit 
  • Kommunikationsstärke
  • Selbstbewusstsein / ein dickes Fell
  • weitere Softskills
Abstecher zu Softskills  - Soziale Kompetenzen im Wirtschaftsleben
Definition aus Wikipedia:
Soziale Kompetenz (englisch social skills), häufig auch Soft Skills genannt, ist die Gesamtheit individueller Einstellungen und Fähigkeiten, die dazu dienlich sind, eigene Handlungsziele mit den Einstellungen und Werten einer Gruppe zu verknüpfen und in diesem Sinne auch das Verhalten und die Einstellungen dieser Gruppe zu beeinflussen.  
Soziale Kompetenz umfasst eine Vielzahl von Fertigkeiten, die für die soziale Interaktion nützlich bzw. notwendig sind.


Somit ist soziale Kompetenz als der optimale Kompromiss zwischen Selbstverwirklichung und sozialer Verträglichkeit zu sehen.

In der Literatur werden soft skills oft eingedeutscht als „weiche“ Fähigkeiten und Fertigkeiten bezeichnet, die neben der sozialen Kompetenz im engeren Sinne auch Neigungen, Interessen und andere Persönlichkeitsmerkmale wie Belastbarkeit, Frustrationstoleranz u. ä. einschließen. „Weich“ meint dabei außerdem, dass diese Fähigkeiten und Fertigkeiten nicht mit gleicher Verlässlichkeit erfasst werden können wie die „Hard Skills“ (Fachkompetenz), etwa die (kognitive) Leistungsfähigkeit, für die zahlreiche objektive Leistungstests zur Verfügung stehen.

Allgemein zählen zur sozialen Kompetenz die folgenden Kenntnisse und Fähigkeiten:

Aufgabe: Mein Softskillsplan (SWOT-Analyse meiner Sozialen Kompetenzen) (gelb: besitze ich, rosa: möchte ich dran arbeiten und die anderen erachte ich erstmal für mich als drittrangig)

Im Umgang mit sich selbst:
  • Selbstwertgefühl
  • Selbstvertrauen
  • Urvertrauen - gilt es aber kritisch zu hinterleuchten
  • Wertschätzung
  • Selbstwirksamkeit (= eigene Erwartung, aufgrund eigener Kompetenzen gewünschte Handlungen erfolgreich selbst ausführen zu können)
  • Selbstbeobachtung
  • Eigenverantwortung
  • Selbstdisziplin
Im Umgang mit anderen:
  • Achtung
  • Hilfsbereitschaft
  • Anerkennung
  • Empathie/Perspektivenübernahme (Mitgefühl bzw. Einfühlungsvermögen)
  • Kompromissfähigkeit
  • Recht durchsetzen können
  • Menschenkenntnis
  • Kritikfähigkeit
  • Wahrnehmung
  • Toleranz
  • Respekt
  • Sprachkompetenz
  • Interkulturelle Kompetenz
  • Zivilcourage
In Bezug auf Zusammenarbeit:
  • Teamfähigkeit
  • Kooperation
  • Motivation
  • Konfliktfähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit
Führungsqualitäten:
  • Verantwortung
  • Fleiß
  • Flexibilität
  • Großmut (Vergebungsbereitschaft)
  • Härte
  • Konsequenz
  • Vorbildfunktion
Im Allgemeinen:
  • Emotionale Intelligenz 
    • Die eigenen Emotionen kennen
    • Emotionen beeinflussen
    • Emotionen in die Tat umsetzen
    • Empathie
    • Umgang mit Beziehungen
  • Engagement
 Kompetenz:
Wikipedia-Definition 

Linktipp zu Softskills für Professionells - Kompetenzfelder:
  • Soziale
  • Kommunikative
  • Personale
  • Umsetzungs-
  • Führungskompetenz
 
Ergo: Der PRler hat viel zu tun und keine Zeit - daher Kontakte zu Medien (gutes Netzwerk - Presseverteiler) noch viel wichtiger.

II. Anlässe für Pressearbeit

  • Wann sollte man eine Pressemitteilung herausgeben?
  • Wann eine Presse-Konferenz organisieren?
  • Was aus meinem Unternehmen ist mitteilenswert? 
  • Und wie teile ich es mit?
Antwort: Prinzipiell eignet sich eine Nachricht zur Weitergabe an die Presse, wenn sie folgende Kriterien erfüllt: 
  • Sie ist aktuell: In der Nachricht wird Bezug genommen auf Ereignisse/Menschen/Dinge, die derzeit diskutiert werden; sie handelt von etwas, das weder lange her ist noch erst in der Zukunft passiert.
  • Sie ist neu: Die Nachricht handelt von etwas, das es bislang noch nicht gab - beispielsweise neue Produkte und Verfahren.
  • Sie ist relevant / interessant. Die Nachricht baut Nähe zum Leser der Medien, die sie veröffentlichen sollen auf. Das kann eine räumliche Nähe sein („Das Investitionsvorhaben wird in Ulm Arbeitsplätze schaffen ) oder eine psychologische Nähe durch die Erwähnung von VIPs und Promis, Kurlosem, durch das Wecken von Gefühlen, den Hinweis auf einen Rekord.
  • Sie muss zuverlässig sein. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit: Die Fakten müssen wahr und überprüfbar sein.
  • Sie sollte verständlich und lesefreundlich sein: Einfacher Satzbau und treffende Wortwahl, ordentlich gegliedert, kurz und prägnant.

Zahlreiche Nachrichten, die auf Ereignissen beruhen, die sich tagtäglich in Unternehmen
ereignen, erfüllen mehrere dieser Kriterien - mögliche Anlässe:
  • Die Einführung neuer Produkte und Verfahren,
  • Investitions- und Erweiterungsvorhaben, 
  • eine Kooperation mit anderen Unternehmen/der örtlichen Schule/einem Kindergarten, 
  • geschäftliche Erfolge (Entwicklung von Umsatz und Gewinn), 
  • Umweltschutzmaßnahmen, 
  • Erfolge in der Aus- und Weiterbildung, 
  • soziale Leistungen innerhalb des Betriebes, 
  • Jubiläen, 
  • Tag der offenen Tür, 
  • Messen, 
  • Ausstellungen, 
  • Veränderungen in der Geschäftsleitung (wenn diese Personalie Außenwirkung hat),
  • Inbetriebnahme oder Schließung von Betriebsstätten, 
  • Auslandsgäste oder Besuch von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, 
  • Sponsoring/Spenden/Öffentliches,
  • gemeinnütziges Engagement, 
  • Umfragen/Studien/Untersuchungen/Kommentare zu aktuellen Themen.
Die Auflistung zeigt: Als Unternehmer können Sie auch:
  • zu allgemeinen Fragen der Wirtschaftspolitik Stellung nehmen und diese mit Ihren eigenen betrieblichen Erfahrungen verknüpfen. 
    • Wird beispielsweise über die Einführung einer Straßengebühr diskutiert, so kannes für eine regionale Zeitung interessant sein, welche konkreten Auswirkungen das auf ein ortsansässiges Speditionsunternehmen hätte.
Wenn Sie eine veröffentlichungswürdige Nachricht (Projekte werden ja auch auf Projektwürdigkeit überprüft werden, sondern können dann nebenherlaufen) haben, bleibt nur noch eines zu entscheiden: 
Wie wollen Sie diese an die Medien herantragen?

Die gängigsten Wege sind die Pressemitteilung und die Pressekonferenz.


III. Die Pressemitteilung
Die Pressemitteilung ist die rationellste Form des Kontaktes!
Um jedoch in den Redaktionen beachtet zu werden, sollte eine Pressemitteilung bestimmte Qualitäts-Kriterien erfüllen. Denn rund 80 Presseinfos gehen pro Tag in einer durchschnittlichen Redaktion ein, 70 Prozent davon sind nach Empfinden der Redakteure „Informationsmüll". Der Spiegel hat in einer Eigen-Anzeige einmal klar gemacht, was er davon hält: Über dem Foto eines  Papierkorbes mit zerknülltem Papier stand: „Für Belangloses haben wir eine eigene Rubrik". 
Aufbau einer Pressemitteilung: 
  • Eine Pressemitteilung ist nicht chronologisch aufgebaut - die chronologische Form eignet sich eher zum Märchenerzählen: „Dann ging das kleine Mädchen in den Wald und dann kam der Wolf und dann...".
  • Eine Pressemitteilung ist auch nicht didaktisch, diese Form kann den Schulen vorbehalten bleiben.(Soll nicht belehrend sein!)
  • Sondern: Eine Pressemitteilung ordnet die Fakten nach abnehmender Wichtigkeit geordnet, das heißt, sie ist nach Relevanz des Inhaltes aufgebaut.
    Warum? Weil Redakteure kürzen - das relevante steht oben, unten kann weggekürzt werden. - also sofort auf den Punkt bringen! Headline und Subline müssen direkt ins Auge fallen!
  • Was muss in einer Pressemitteilung stehen? Bereits im ersten Absatz sollten die ,,W-Fragen' beantwortet werden: (Reihenfolge egal)
      • Wer (Unternehmen oder Person)
      • Was (Ereignis, Geschehen)
      • Wie (Ablauf)
      • Wo (Ort)
      • Wann (Zeitpunkt oder Zeitspanne)
    • Optional kann um viele andere „W" ergänzt werden: Warum/Welche Quelle/Wie viel/Wiegroß/Wohin/Für wen.
    • Das „Denken an die W's zwingt den Presseverantwortlichen, die wesentlichen Fakten zu ortieren und in seine Pressemeldung einzubauen.
Inhaltliche Qualität einer Pressemitteilung:
Eine Pressemitteilung sollte 
  • knapp, 
  • präzise, 
  • aktuell, 
  • objektiv, 
  • wertungsfrei und 
  • bunt (gut lesbar) sein
Um das zu erreichen, sollte man folgende Regeln befolgen:
  • kurze, einfache Sätze (druckreif schreiben)
  • allgemeinverständlich (keine Abkürzungen, Fachausdrücke vermeiden oder erklären sachliche Tatsachendarstellung
  • Vorsicht mit Adjektiven (Werbung)
  • Nie „wir , immer „das Unternehmen XY Namen und Zitate einbauen (ohne Herr/Frau, dafür mit Vornamen und Funktion: Geschäftsführer Wilhelm Meyer meint dazu:...)
  • über die Pressemitteilung gehört eine möglichst kurze, knackige Überschrift
  • bei längeren Pressemitteilungen fasst ein kurzer Vorspann das Wichtigste zusammen
Der äußere Rahmen einer Pressemitteilung:
Auch in Aussehen sollte eine Pressemitteilung gewisse Qualitätskriterien erfüllen:
  • Eine Pressemitteilung sollte als solche erkennbar sein (in dem zum Beispiel schlicht „Pressemitteilung" darüber steht).
  • Sie braucht einen erkennbaren Absender.
  • Für Nachfragen sollte ein Ansprechpartner mit Durchwahl angegeben sein, der dann für die Presse auch tatsächlich erreichbar (und nicht gerade auf Dienstreise) sein sollte.
  • Die Pressemitteilung sollte nach der Relevanz der Informationen in kurze Absätze gegliedert sein.
  • 1,5 oder 2-zeilig schreiben.
  • Nicht mehr als 45 Anschläge pro Zeile. 
  • Breiten Rand rechts oder links lassen
  • Wenn es geht, abrufbar auf die Homepage des Unternehmens ins Internet stellen und am Ende der Pressemitteilung kurz darauf hinweisen („Diese Informationen finden Sie auch im Internet unter....") -> hier schon mit Werbung gekoppelt ;)
Bedürfnisse der Zielgruppe bei einer Pressemitteilung: 
Was in Flensburg einen hohen Neuigkeitswert hat und auf großes Interesse stößt, interessiert kaum einen in Peru, wo vielleicht gerade ein Erdbeben getobt hat - das wiederum interessiert wahrscheinlich die Schleswiger weniger als ein Bombenanschlag auf ihren Dom. 
Das heißt:
Was einen selbst interessiert, interessiert noch lange nicht die Allgemeinheit. 
Was man selbst unheimlich spannend findet (eine neue Maschine in Unternehmen), findet „Otto Normalverbraucher" vielleicht eher langweilig. 
Bevor man eine Pressemitteilung erstellt, sollte man also die Bedürfnisse der Zielgruppe hinterfragen. So kann eine neue Maschine interessant sein, wenn dadurch das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit am Standort sichert und/oder neue Arbeitsplätze schafft.
Brockmans: Werbung/PR ist für uns erst interessant, wenn wir relevanten Bedarf haben.


IV. Die Pressekonferenz
Wenn Sie etwas Neues präsentieren wollen, das nicht auf ein oder zwei Seiten Papier verständlich erklärt werden kann (denn dann wäre es eine Pressemitteilung), dann haben Sie vielleicht einen Anlass für eine Pressekonferenz. Für eine Pressekonferenz geeignet sind Sachverhalte, die sehr kontrovers diskutiert werden, die erklärungsbedürftig sind, die gezeigt werden müssen. Allerdings darf eine Pressekonferenz nie in eine Werbeveranstaltung umfunktioniert werden und sollte die goldene Grundregel „Journalisten haben wenig Zeit beachten. Bevor Sie eine Pressekonferenz planen, denken Sie darüber nach, ob alternative Möglichkeiten, sich an die Presse zu wenden, vielleicht geeigneter sind: Pressemitteilung per Post, Fax oder E-Mail / Anruf / persönliches Gespräch / Hintergrundgespräch / Presserundgang / Redaktionsbesuch / (Exklusiv-lnterview) / Fachartikel / regelmäßiger Presseservice / Infodienste / Leserbriefe...
Ob die Form einer Pressekonferenz gewählt wird, hängt ab von:
  • Anlass: Dieser sollte bedeutsam sein und für mehrere Medien gleichzeitig von Interesse. Das Thema einer Pressekonferenz ist eines, das durch direkten Kontakt besser vermittelt werden kann. 
  • Ziel: Was soll mit der Pressekonferenz erreicht werden? Wenn Sie bei einem schwierigen Thema Nachfragen lieber vermeiden wollen, wäre eine Pressekonferenz nicht das richtige Mittel.
  • Zielgruppe: Wen wollen Sie letztendlich erreichen? Die allgemeine Öffentlichkeit? Die Konkurrenz? Die Fachpresse?
  • Zeit: Wenn Sie die Tagespresse einladen, dann sollte eine Pressekonferenz während der üblichen Redaktionszeiten möglich sein. Die beste Zeit ist meist eine Stunde zwischen 10:00 Uhr und 14:00 Uhr.
  • Teilnehmer: Haben Sie Leute, die gut sprechen können? Ist die Firmenleitung vertreten? Bitte setzen Sie drei Journalisten nicht fünf Leute der Firmenleitung gegenüber - ein guter Sprecher reicht.
  • Ort: Haben Sie einen passenden Ort für die Pressekonferenz? Wenn Ihr Betrieb weit außerhalb auf der „grünen Wiese" liegt, keine passenden Räumlichkeiten vorhanden sind und eine Betriebsbesichtigung für die Pressekonferenz irrelevant ist, bietet es sich an, in einem zentral gelegenen Hotel oder ähnlichem einen Raum zu mieten. Egal ob im Betrieb oder im Hotel:
    • Die Redner müssen von den Plätzen der Journalisten aus gut zu sehen sein, 
    • Namensschilder helfen bei der Zuordnung.
  • Einladung/Vorbereitung: Wenn Sie sicher sind, dass Sie eine Pressekonferenz organisieren möchten, 
    • dann laden Sie drei bis vier Wochen vor dem Veranstaltungstermin ein, wenn Sie auch Magazin-Journalisten ansprechen wollen. 
    • Bei Tageszeitungen (lokale Presse) reicht ein Vorlauf von sieben bis zehn Tagen. 
    • Das Anschreiben muss in übersichtlicher Form über
      • Datum, (ganz nach oben, damit Journalist direkt abgewägen kann - wenig Zeit)
      • Uhrzeit
      • Thema, 
      • Ablauf und 
      • Ort der Pressekonferenz informieren.
      • Ein Ansprechpartner für Rückfragen sollte mit seiner telefonischen Durchwahl erwähnt werden.
    • Wenn sich nur wenige Journalisten anmelden, kann es nicht schaden, ein bis zwei Tage vor der Veranstaltung in den Redaktionen telefonisch nachzufragen, ob jemand kommen wird.
Checkliste zur Vorbereitung einer Pressekonferenz
a) Inhaltliche Vorbereitungen
  • Ablaufplan erstellen und an die Beteiligten verteilen, damit jeder weiß, ob und wann er etwas zu sagen hat.
  • Eine (als solche auch erkennbare) Pressemappe erstellen. Darin finden die Journalisten 
    • ein Deckblatt mit Vor- und Zunamen und Titel der Ansprechpartner (Ansprechpartner für die Journalisten mit Telefon), 
    • einen Ablaufplan für Journalisten,
    • die Pressemeldung(en),
    • Rede(n), 
    • wenn vorhanden auch Flyer u. a. zum Thema, 
    • Fotos, 
    • Charts, 
    • Blöcke & Stifte.
  • Reden vorbereiten, abstimmen.
  • Nur für den "Notfall" folgendes vorbereiten: 
    • Fragenkatalog, 
    • Thesen, 
    • Themen, 
    • Anekdoten oder 
    • Exkurse (thematischer Abstecher/Ausflug, kurze knappe Anekdoten)
b) Äußerlicher Rahmen / Equipment
  • Namensschilder erstellen.
  • Vorbesprechung mit allen Beteiligten/an „Ablaufplan" erinnern.
  • Raum, Geräte, Bewirtung bestellen,
  • Check-up für alles vor der Veranstaltung.
  • Wie soll Pressematerial ausgelegt werden? (Auf Tischen verteilen oder persönlich aushändigen?)
  • Wann soll das Pressematerial ausgehändigt werden? (am Besten vor Beginn der Konferenz)
  • Notwendige Ausstattung vorhanden?
  • Falls gewünscht, Podium/Rednerpult mit Emblem versehen.
  • Pfeile und Türschilder anbringen, damit die Journalisten vom Eingang aus den Weg zur Pressekonferenz finden.
  • Anwesenheitsliste für die Presse erstellen (damit Sie hinterher auch wissen, welche Medien eventuell berichten werden).
Ablauf
Beachten Sie die alte Regel „Ein Vortragender darf über alles reden - nur nicht über 15 Minuten". (Redenzeit planbar machen - siehe Elevator Pitch (30 sec - 6-7 Zeilen) - etwa 200 Zeilen für 15 min Rede) Langatmige Reden schrecken ab. Je kürzer und prägnanter Sie Ihre Informationen vermitteln können, umso besser. 
Nach dem Vortrag (den Vorträgen) sollte Zeit für Nachfragen bleiben. Auch auf  Detailfragen sollen Sie vorbereitet sein - in dem die entsprechenden Experten anwesend sind oder der Sprecher sich vorab präpariert hat. Zum Ausklang kann dann noch ein kleiner Imbiss gereicht werden - das ermöglicht etwas ausführlichere persönliche Kontakte
Linktipps Pressekonferenzbeispiel
Mercedes als gutes Beispiel für integrierte Kommunikation
Atmosphäre einer Pressekonferenz


Wertigkeit von Bewegtbild - Einwurf von Dominique:
Bedeutung wächst, ist vielen aber noch nicht klar: Bilder sagen mehr als Worte

  • Unternehmensvideos / Imagefilme auf Homepage
  • Reportagen als Unternehmenspräsentation


Leseprobe von die-profilberater.de: Mit PR auf Kundenfang
Fotos, Grafiken, Checklisten & Co - Was Redakteure außer Artikelmanuskriptenmögen

Schwerpunkt auf Pressearbeit als Dienstleister - Bezug nochmal auf Softskills - Selbstreflexion:
Wie treffe ich Entscheidungen?
Wie Konfliktfähig bin ich?


Anfänge, das 3. Kapitel zusammenzufassen... naja - weit bin ich nicht gekommen ;)

Kapitel 3: Wertorientiertes Kommunikationsmanagement

Ist-Situation:
  • Noch nie...
    • gab es so viele Medien wie heute
    • wurde so viel Geld in Kommunikationsmaßnahmen ausgegeben
    • waren die Kommunikationsmaßnahmen so erfolgreich wie heute!

  • Zeit zum Überlegen gibt es kaum - Taktfrequenz wird schneller
  • Permanenter Wandel (Paralelle Reaktion und Vorbereitung auf neue Anforderungen)
=> alles Faktoren, die PR-Arbeit heute schwierig gestaltet.
=> neue Spielregeln der Kommunikationsabläufe/ neue Kommunikationskonzepte sind gefordert

Alte Sicht des Menschen als "zu verändernde Größe" - Stimulus-Response-Kommunikationsmodelle 
-> Push-Kommunikation:
  • Unternehmen "drückt" Botschaft in Zielbereiche 
  • Rollenverteilung durchgehend festgelegt:
    • Unternehmen= Sender
    • Bezugsgruppe = Empfänger

ABER: Kommunikation ist ein Prozess, der das gemeinsame Vorgehen vieler Akteure integriert und ein gegenseitiges Austauschen von Botschaften, Meinungen, Erfahrungen und Wissen fördern soll.

Internet verursacht Paradigmenwechsel im Verständnis von Management und Kommunikation
-> konsequente Logik der Vernetzung
  • Aktualität
  • Transparenz
  • Verfügbarkeit von Wissen & Verantwortlichkeit

Interaktivität im Kommunikationsmanagement 
  • Stärkung von Beziehungen 
  • Förderung von Interaktionsprozessen
  • Betroffene werden zu aktiv Beteiligten
  • Werte stehen im Mittelpunkt (Erhalt & Schaffung) - materielle und immaterielle, wie Image oder Reputation

Vorschau auf die nächsten Tage: 
weiter mit Grundlagen der Pressearbeit 
Zielsetzung bis Ende der Woche PR-Konzept theoretisch abgeschlossen zu haben.

Dienstag, 18. März 2014

Tag 9 Kurs PR & Öffentlichkeitsarbeit - Kodizes, PR und Recht, Kommunikationscontrolling

Mitschrift 18.03.2014

TAG 9

Organisatorisches: Diskussionsrunde VZ - TZ

Nachmittags - 30-40 Seiten lesen
und Vervollständigung Kommunikationskonzept



Nee - machen doch weiter wie sonst.

Buch als Grundlage für die Klausur
Wie sieht Klausur aus? Ohne Hilfsmittel

Hauptüberschriften im Stoffplan als Klausurthema
  • Unternehmenskommunikation
  • Marketing vs PR
  • Grundlagen der Pressearbeit
  • Presse/ Profi PR - Presseverteiler, notwenidge Presseinformationen - welche Dinge geben wir an die Presse
  • Konzepterstellung - Praxis und theoretische Struktur anhand von Checklisten
  • Kommunikation in kritischen Situationen
Klausurrelevantes "Halb-Wissen" von heute:
Recht: Wann wo finde ich was wie?
Controlling: wie funktioniert das Unternehmenscontrolling - einfach verstehen.
 


Spruch des Tages: "Wenn du's eilig hast, mach langsam."



PR-Instrumente

Aufgabe: Liste gemäß Kommunikationsinstrumente aufstellen: Was sind meine Steckenpferde, was kann ich gut?  

Nutzungsmöglichkeiten in der Praxis:
=> hieraus kann ich dann mein Kurzprofil erstellen!
=> Grundlage für Kommunikationsplan meines Projektunternehmens


Gutes Beispiel für eine Prioritätenliste der PR Instrumente von Katharina

Meine Prioliste für das Immo-Projekt



Prioritätenliste (→ Folien 36 und 37)
--> persönliche Handlungsrichtung und priorisierte Aufgabenfelder
Hohe Priorität                       Mittlere Priorität      Geringe Priorität       keine Priorität

Presse- bzw. Medienarbeit: 


  • Schreiben und Verbreiten von Pressemitteilungen
  • Themenbeiträgen für verschiedene Medien
  • Anwenderberichten, 
  • Reden, 
  • Biografien,
  • Themenplanung, 
  • über Pressekonferenzen und Gesprächsrunden, 
  • Redaktionsbesuche mit Kunden,
  • Beantworten von Presseanfragen, 
  • Durchführung von Journalistenreisen und Interviews, 
  • Presse
    • -konferenzen,
    • -gesprächen
    • -einladungen, 
  • Internetbetreuung,
  • Bereitstellung von Fotomaterial.


Medienbeobachtung: 
  • Beobachtung der Medienpräsenz sowie
  • Auswertung und Analyse der Berichterstattung,
    • zum Beispiel durch das Erstellen von Pressespiegeln sowie
    • quantitativen und qualitativen Medienresonanzanalysen. 
Kommunikations-Controlling:
  • Über die Medienbeobachtung hinausgehende Messbarmachung und Auswertung der PR-Aktivitäten.
  • Messung des Beitrags der PR zum Erfolg und zur Wertsteigerung eines Unternehmens. 
Mediengestaltung: 
  • Erstellen von 
    • Geschäftsberichten,
    • Broschüren, 
    • Flyern, 
    • Anzeigen, 
    • Newslettern,
    • Verbraucherzeitschriften, 
    • Internet-Seiten
    • Advertorials.
Veranstaltungsorganisation: 
  • Planung und Durchführung von
    • Konferenzen, 
    • Seminaren, 
    • Festen,
    • Verbraucherveranstaltungen, 
    • Messen und sonstigen Events (wie etwa Meet and Greet)
Interne Kommunikation:
  • Erarbeitung von
    • Mitarbeiterzeitschriften, 
    • Newslettern, 
  • Planung und Durchführung von Veranstaltungen für Mitarbeiter,
  • Schulung von Mitarbeitern
  • Intranetbetreuung, 
  • Wording
Online-PR: 
  • Verbessern klassischer PR-Instrumente durch zusätzliche Services (z. B. Online-Newsroom),  
  • Entwickeln eigener Instrumente und Strategien (z. B. Corporate Websites, Themenwebsites, Corporate Blogs, Online- Magazine, Online-Campaigning - Online Wiki)
Training: 
  • Medientraining, 
  • Fortbildungen, 
  • Schreibtraining

Kommunikationskodizes:

Für den Deutsche Rat für Public Relations sind vor allem die Kodizes des eigenen
Berufsstandes relevant. Auf internationaler Ebene sind das der Code d'Athènes, ein
Moralkodex und der Code de Lisbonne, ein Verhaltenskodex. Für Deutschland
gelten zusätzlich die „sieben Selbstverpflichtungen“ der DPRG-Mitglieder. Dieser
deutsche Text enthält die konkretesten Bestimmungen.[8]

  • International
    • Der Code d'Athènes wurde am 11. Mai 1965 von der Confédération Européenne des Relations Publiques (CERP) und der International Public Relations Association (IPRA) in Athen als internationaler Moralkodex beschlossen, dem alle untergeordneten nationalen Gesellschaften und Assoziationen zustimmten. Autor des Kodex ist der Franzose Lucien Matrat.[9]
    • Der Code de Lisbonne wurde am 16. April 1978 von der CERP in Lissabon beschlossen. Er soll als europaweiter Kodex für alle 18 nationalen Gesellschaften (aus 15 europäischen Ländern), die in der CERP Mitglied sind gelten.[10]
  • für Deutschland
    • „sieben Selbstverpflichtungen" (Ethische Maßstäbe)
      1. Wahrhaftigkeit (irrige Schlüsse - kein Weglassen relevanter Informationen)
      2. Im Dienste des Auftraggebers = redlicher Anwalt des Unternehmens - vor Schaden bewahren (nicht unreflektierte Infoweitergabe, sondern kritische Betrachtung der Inhalte)
      3. Loyalität zu den Zielen und der Politik der Organisation (solange, wie mit Recht vereinbar)
      4. Achtung der Menschen und Fairness 
      5. Info nach bestem Wissen und Gewissen: keine unlauteren Mittel anwenden/ nicht zur Vorteilsannahme verleiten
      6. Unabhängigkeit und Freiheit der Gesprächspartner achten - keine Machtmittel/ Nötigungen einsetzen
      7. Öffentlichkeitsarbeit, um
        • Vertrauen zu schaffen
        • eigenes verhalten zu überprüfen
        • => Dem Berufsstand keinen Schaden hinzufügen!integer - moralisch einwandfrei & unbestechlich
    • Deutscher Kommunikationskodex 
      • wie Softskills - an sich selbstverständlich. 
      • PR- und Kommunikationsfachleute handeln als Interessenvertreter ihrer Arbeit- oder Auftraggeber.  - hört sich banal an, ist aber weitgreifender als gedacht!
        • rechtliche Sanktionen
        • ethische Werte
Sind die Unternehmen erfolgreicher, wenn sie gewissenhafte PR betreiben?
Welche Unternehmen stehen gut dar?
  • dm
  • adidas
Antwort: Es geht nicht um die Wahrheit, sondern um die Glaubwürdigkeit - also das, was ankommt - Stichworte: Corporate Identity, Image, Marke, Reputation!!! (Kapitel 4.2 ab S. 47 im Buch)


Gute PR macht aus Kunden Fans! Fans verzeihen Fehler!
bsp.: Uli Hoeneß und Bayern München - die Fans verzeihen.


=>Was darf ich wirklich - wo sind die Grenzen: Erlaubt ist das, was keinen stört...
Im Zweifelsfall im Werbe- und PR-Recht nachschlagen.
Gesetze sind Auslegesache - es entstehen Grauzonen, die ausgenutzt werden...


Abstecher in Richtung Recht:
PR-Recht:

PR – nur mit Recht und Gesetz, Teil 1 und Teil 2

(Auszüge aus Scheidtweiler-pr.de)

PR in und für Unternehmen steht in einem Spannungsfeld zwischen “Machen Sie mal!” und dem Recht. Verstöße gegen Gesetze können schwerwiegende Folgen haben.
  • “Immer auf der sicheren Seite?”- deshalb auf die verschrigftlichung des Auftrages pochen!  
  • PR und Recht: Oft ein Einzelfall - Rechtsprechung hängt technischen Entwicklungen hinterher - macht PR schwierig
    • "Daneben hinkt gerade im Bereich der neuen Medien, wie Social Media und Mobile Marketing, der Gesetzgeber bzw. die Rechtssprechung den aktuellen technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen hinterher. Das macht die PR im Kontext des Gesetzes schwierig."
PR-Berater müssen verschiedene Rechtsfelder im Blick haben.
Kein einheitliches Medienrecht - Gesetze, die eine Rolle spielen sind

  • allen voran das Grundgesetz (insb. Art. 5 GG),
  • das Urheberrechtsgesetz (UrhG),
  • das Kunsturheberrechtsgesetz (KUG),
  • das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB),
  • das Telemediengesetz (TMG),
  • das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), sowie
  • die Pressegesetze (bspw. PresseG Bremen).
Moral vs Recht
Auch hier sieht sich die PR Herausforderungen ausgesetzt. Oftmals wird die Tätigkeit eines PR-Beraters kritisch gesehen.
Grundlage für diese moralische Haltung sind:

Grundlagen für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

=>Urheberschaft und Verwertung

Fokus auf den Kern der PR-Arbeit: 
Wenn Inhalte erstellt werden, wem gehören die und was kann wer damit machen? Nicht die Idee, sondern nur deren Umsetzung ist geschützt. Die Urheberschaft entsteht nicht erst durch Eintragung, sondern durch die Erstellung eines Werkes.
Urheberschaft kann nie aufgegeben werden. Werden also Texte (bspw. eine Pressemitteilung, Urteil dazu) geschrieben, bleibt der Urheber immer derselbe. Das Unternehmen hat nur ein Verwertungsrecht, das auf verschiedenen Stufen vertraglich geregelt werden sollte: Ist es exklusiv? Oder kann der Urheber sein Werk weiter verwerten? Dort hilft ein Rahmenvertrag, in dem diese Punkte zu Vervielfältigung und Verbreitung geregelt werden. (Mit in die eigene Vertragsverhandlung nehmen!) Dabei gilt es auch zu regeln, ob es einen Vermerk zum Copyright und zur Namensgebung geben muss. Dieser wird grundsätzlich nämlich angenommen. (sonst Verzichtserklärung zu Beginn)
Schließlich spielt die Frage beim Wechsel der PR-Agentur eine große Rolle: Was kann die Nachfolge-Agentur mit den bereits erstellten Inhalten machen? Dabei gilt Vorsicht! Denn zunächst darf bspw. ein Katalog nicht einfach überarbeitet werden. Das kann für Unternehmen sehr teuer werden.

=>Recht am eigenen Bild

Unklarheiten bei PRlern und Unternehmensverantwortlichen.
Grundlage für Bilder stehen im Kunsturheberrechtsgesetz (KUG). Grundsätzlich gilt:  
  • Keine Kinder! Und
  • man braucht das Einverständnis des Abgebildeten. 
    • am besten als schriftliche Erklärung, in der z.B. geregelt wird, dass die Fotos für Facebook und die Homepage genutzt werden. 
    • Eine deutliche Ansage des Fotografen und des Veranstalters bei einem Event kann meines Erachtens auch helfen. Jeder ist erwachsen und kann sich vor einem Foto auch drücken.
Daneben gibt es aber auch allgemeine Regeln, wann eine Abbildung unproblematisch erscheint: Bilder von Versammlungen, Aufzügen, Demonstrationen etc., die in der Öffentlichkeit stattfinden. Oder natürlich als Beiwerk neben einer Touristenattraktion. Die Anzahl der Personen auf dem Bild ist dagegen völlig unerheblich.

=>Telemedien: Online PR und Social Media

Schwierige Abgrenzung zwischen journalistischen und werblichen Inhalten. Ist beispielsweise mein Blog eher redaktionell? Ich würde ja sagen und unterliege damit bestimmten Anforderungen, die auch für den Journalismus gelten, bspw. das Kopplungsverbot (unabhängig-objektiven Inhalt vs Werbung -> Den Leser aufzuklären, wenn ganze Artikel bezahlt werden. Das Kopplungsverbot verbietet es Auftragsarbeiten als objektive Artikel zu veröffentlichen). Unternehmensseiten sind dagegen per se als werblich eingestuft und dürfen damit freier in ihrer Darstellung agieren.
Ein Faktor ist die Frage, wessen Inhalte sich auf einer Seite befinden. Auf der Homepage ist es weitgehend klar, dort sind es im Allgemeinen eigene Inhalte. Anders stellen sich Kommentare oder die Social Media dar. Dann werden es fremde Inhalte. Wird jedoch ein Seitenbetreiber auf Rechtsverletzungen (Urheberrecht, s.o.) aufmerksam gemacht, muss er unverzüglich reagieren und die entsprechenden Inhalte entfernen.
 
Hinweis: Impressumspflicht bei Facebook-Fanpages. 

Was gehört ins Impressum?
  • Kontaktdaten, 
  • wer haften - 
    • Geschäftsführer für das Unternehmen - 
    • Seitenersteller für Seiteninhalte, 
  • Steueridentifikationsnummer
  • Handelsregistereintrag
Der Verweis gehört in das Infofeld unter dem Banner und dem Logo - Weg zur sicheren Seite! Es genügt der Link zum Impressum der Homepage. Das Impressum ist und bleibt ein Problemfall von Hompages. Ist deins vollständig? - Auch hinsichtlich der Social Plugins, API und Google Analytics.


 
Exkurse:
Creative Commons - sollen in Zukunft Regeln im Umgang mit Online Medieninhalten geben.  
 
->Public Affairs - Lobbyismus
Der Begriff Public Affairs (PA) bzw. Politikkontaktarbeit bezeichnet neben Government Relations eine weitere, eher PR- als direkt lobbyingorientierte Unterrubrik von Lobbyismus. PA arbeitet an der Schnittstelle zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. PA ist eine professionelle Dienstleistung, die Organisationen berät, um ihre Beziehung zum politischen Feld zu organisieren. Ein sich teilweise überschneidender Bereich ist die Politikberatung.

->Greenwashing: Man gibt sich als Ökoanstrich, der nicht allzu tief geht - weder nachhaltig noch glaubhaft 

->Hinweis: Jedes QM ist freiwillig - erst verbindlich, wenn sich Unternehmen zertifizieren lässt.

Tipp für's Telefonieren & Texten: 10 Sekunden vorher lächeln - das merkt das Gegenüber ;)-> gilt auch für's Texten! Man liest die eile heraus! - Wenn du es eilig hast, mach langsam!

Datenschutzbeauftragter:
-> siehe Aufgaben und Tätigkeiten -> Hinweise auf Gesetze

Kommunikationscontrolling:

bezieht sich nicht nur auf PR-Ergebnisse, sondern die gesamte Kommunikation - auch Marketingaktivitäten!

Warum? - 
Damit wir verstehen, warum Entscheidungen von oben getroffen werden und wie das Controlling (mit welchen Methoden) funktioniert.

Definition:
= Unterstützungs- und Steuerungsfunktion in der Unternehmenskommunikation, die Strategie-, Prozess-, Ergebnis- und Finanz-Transparenz für den arbeitsteiligen Prozess des Kommunikationsmanagements schaffen soll sowie geeignete Methoden, Strukturen und Kennzahlen für die Planung, Umsetzung und Kontrolle der Unternehmenskommunikation bzw. Public Relations bereitstellen soll [1].

Abgrenzung vom Marketingcontrolling (Steuerungsparameter Preis, Produkt, Distribution & Konzentation auf kundenorientierte Fragestellungen)

Pressemonitoring 
  • Ziel der Pressekonferenz: Maximale Aufmerksamkeit der Presse 
  • Ziel der Pressemitteilung: Information in meinen Worten streuen - wie mach ich die messbar/ steuerbar? Sicherstellen, dass Info richtig bei Zielgruppe angekommen ist.
Kontrollsysteme:

reichen von 
  • einfachen Methoden der Medienbeobachtung 
    • Clippings
    • Webtracking
    • Projekt- und Veranstaltungsauswertung, 
    • Usabilitystudien von Internetmedien über 
  • Befragungen und 
  • Medienresonanzanalysen bis hin zu 
  • elaborierteren Formen auf Basis der Balanced Scorecard 
  • oder ähnlichen Mehrfaktoren-Modellen bzw. integrierten Systemen.
    •  Balanced PR-Evaluation System nach Besson
    • Corporate Communication Scorecard
    • Communication Control Cockpit (Rolke) 
->Balanced Scorecard:
Wir geben uns Ziele und erwarten den größtmöglichen Return an Informationen (laut Herrn Brockmans)

AUFGABE I:

Recherche nach Controlling Methoden in Kommunikation und PR
 

Auszüge aus dem Positionspapier Kommunikations-Controlling der DPRG

Warum Kommunikationscontrolling?
=> Steigende Bedeutung immaterieller Werte für den Unternehmenserfolg
Weiche Faktoren wie Reputation, Vertrauen oder Präferenzen sind schwer imitierbare
Charakteristika, die einen erheblichen Wettbewerbsvorteil für Unternehmen
bedeuten können (Kaplan/Norton 2004).

=> Es trägt zur Erhöhung von Effektivität und Effizienz der Unternehmenskommunikation bei und 
=> verbessert die Integration der Kommunikation im Unternehmen. 
=> Es kann geeignete Methoden und Instrumente zur Verfügung stellen, um den Wertschöpfungsbeitrag der Kommunikation zum Unternehmenserfolg systematisch zu verfolgen und zu bewerten. 
=> liefert Transparenz für die license to operate!

Eine wesentliche Voraussetzung für ein gutes Kommunikations-Controlling ist die
Verknüpfung von Kommunikation und Unternehmensstrategie


Wertschöpfung durch Kommunikation
Von einem messbaren Nachweis des Wertschöpfungsbeitrags profitieren auch die
Kommunikatoren selbst, insbesondere durch die Aufwertung ihrer eigenen Position.
Gutes Kommunikations-Controlling eröffnet darüber hinaus eine sichere Argumentationsgrundlage
für Kommunikatoren, wenn es um die organisatorische Verankerung
der Funktion sowie um die angemessene Verteilung von Budgets geht. Zudem ermöglicht
es Kommunikationsverantwortlichen, ihre Tätigkeiten systematisch auf den
Unternehmenserfolg auszurichten und im eigenen Zuständigkeitsbereich effizienter
zu arbeiten. Sie können positive und negative Entwicklungen nachvollziehbarer begründen
und damit die eigenen Erfolge besser unterstreichen (Storck 2011).


Definition des Kommunikations-Controllings
Als Kommunikations-Controlling wird der  

  • Führungsprozess der Steuerung und Begleitung des Kommunikationsmanagements bezeichnet.  
  • Kommunikations-Controlling sorgt für Strategie-, Prozess-, Ergebnis- und Finanztransparenz; 
  • es stellt geeignete Methoden und Strukturen für die Planung, Umsetzung und Kontrolle der Unternehmenskommunikation bereit (DIN SPEC 1086, Zerfaß 2007, Zerfaß 2010).
Im Rahmen des Kommunikations-Controllings ist es das 
Ziel,
  • den Wertschöpfungsbeitrag der Kommunikation mess- und steuerbar zu machen und
  • die gesamte Unternehmenskommunikation auf die Unternehmensstrategie auszurichten.
In der Praxis wird das Kommunikations-Controlling fälschlicherweise oftmals mit „Kontrolle“oder „Evaluation“ gleichgesetzt. Die Evaluation als letzte Phase des Kommunikationsmanagements
(nach der Analyse, Planung und Umsetzung) ist jedoch lediglich ein Teilaspekt des Kommunikations-Controllings. Während der Kommunikationsmanager für die Ergebnisse, Finanzen, Prozesse und Strategien verantwortlich ist, bietet ihm das Kommunikations-Controlling Methoden und Instrumente, die die Transparenz dieser Bereiche gewährleisten (ICV 2010).


Dabei gibt es keinen „one best way“ des Kommunikations-Controllings. Erfolgsversprechend ist es dagegen, die spezifischen Gegebenheiten innerhalb eines Unternehmens zu berücksichtigen, um ein individuelles Steuerungs- und Bewertungssystem zu entwickeln.
 -> muss für jedes Unternehmen spezifisch entwickelt werden!

Das strategische Kommunikations-Controlling 
  • übernimmt zum anderen eine Kontroll- und Steuerungsfunktion bezüglich der Kommunikationsstrategie. 
  • Thematisiert wird damit die Verzahnung von Unternehmens- und Kommunikationsstrategie.
  • Im Mittelpunkt steht der Beitrag, den die Kommunikation zur Erreichung der strategischen Ziele der Gesamtorganisation leistet. 
Hier muss das Controlling Methoden bereitstellen, die eine konsequente Verknüpfung der Kommunikation mit den Unternehmenszielen sowie die Bestimmung kommunikativ geschaffener Werte ermöglichen.
Das operative Controlling 
  • zielt auf die optimale Ausschöpfung der durch Kommunikationsmanagement und -strategie geschaffenen Erfolgspotenziale.
    • Auf dieser Ebene steht die Effizienz der Unternehmenskommunikation („Are we doing things right?“) im Vordergrund. 
  • Das operative Kommunikations-Controlling beschäftigt sich einerseits
    • ÜBERPRÜFUNGmit Kommunikationsprogrammen und –kampagnen, deren Qualität (u.a. Stringenz, Ressourceneinsatz und Zielnähe) aus Sicht des Kommunikationsmanagements überprüft wird. = Überprüfung der Kommunikationsqualität einzelner Kampagnen/Programme
    • BEWERTUNGZum anderen setzt das operative Kommunikations-Controlling bei der Steuerung und Bewertung der Kommunikationsmaßnahmen selbst an. Es werden sowohl die Qualität der Maßnahmen als auch die Leistungen der Unternehmenskommunikation auf der Output- und Outcome-Ebene bewertet. 
Letzteres ist der klassische Bereich der empirischen Forschungsmethoden. Hier wird gefragt,welchen Erfolg die Maßnahmen haben und zu welchen Effekten sie bei den entsprechenden
Anspruchsgruppen führen (werden).


Bezugsrahmen des Kommunikationscontrollings:
Communicationscontrolling
Frage - Kommunikationsziel nach innen oder außen gerichtret?


Methoden/Modelle der Erfolgsmessung von Public Relations
Da dieses Thema in der Branche heiß diskutiert wird, strömen auch immer mehr Methoden von unterschiedlichen Kommunikations- und Medienwissenschaftlern auf den Markt, die unterschiedliche Ansätze aufweisen und dennoch das gleiche Ziel verfolgen, PR messbar zu machen. Die diversen Methoden lassen sich in drei Wirkungsebenen unterteilen – Output-Ebene, Outcome-Ebene und der Outflow-Ebene. Es fängt an mit der Erforschung des unmittelbaren Resultats bestimmter PR-Aktivitäten. Mit jeder Ebene wachsen jedoch die Ansprüche an das Verfahren und damit auch die Komplexität der zu erhebenden Daten, bis schließlich auf der Outflow-Ebene versucht wird, den Beitrag zur Wertsteigerung des Unternehmens aufzuzeigen.

 
Output-Ebene
  • Wann waren wo in welcher Form welche Informationen den Zielgruppen zugänglich?
  • Sind die Prozesse zur Aufbereitung der Kommunikationsmaßnahmen effizient? 
  • Fördert die Umsetzung der Botschaften die Nutzbarkeit für die Empfänger? 
  • Methoden
    • Medienresonanzanalyse,Bewährtes Tool: die MedienresonanzanalyseDie Medienresonanzanalyse besteht aus einem breiten Spektrum an Möglichkeiten zur Erfolgskontrolle, wie etwa der Anzeigenäquivalenzanalyse oder dem Sammeln und Auswerten von Clippings. Hierdurch wird ermittelt, wie die Medien auf ein bestimmtes Ereignis reagieren und welche Resonanz mit Medienarbeit erzielt wird. Hinter der Anzeigenäquivalenzanalyse verbirgt sich die Idee, einen Werbegegenwert zu ermitteln, d.h. die Fläche des Artikels wird erfasst und umgerechnet in einen entsprechenden fiktiven Anzeigenpreis. Somit ist eine Aussage möglich, wie viel eine vergleichbare Werbeanzeige gekostet hätte. Wertsteigernde Faktoren sind auch Anzahl der erschienenen Artikel, Auflagenstärke des Mediums und Zeilenanzahl/ Größe des Artikels. Als Kritik für dieses Anwendungsfeld wäre anzubringen, dass es gerade für die begehrtesten Artikelplatzierungen gar keine äquivalenten Werbekosten geben kann, da wie zum Beispiel bei Titelstories, auf der ersten Seite nie Werbung auftaucht. Als zweiter Kritikpunkt wäre die unterschiedliche Glaubwürdigkeit zu nennen. Redaktionelle Beiträge erlangen nicht nur größere Aufmerksamkeit, sondern schaffen auch mehr Vertrauen in die Wahrheit der Kernaussagen. Clippings sammeln und auswerten ist eine einfache Methode, hierbei wird, ähnlich wie bei Suchmaschinen, die Medienlandschaft nach Stichwörtern durchsucht, die Ausschnitte gesammelt und anschließend erfasst nach Medium, Rubrik, Art der Publikation (z. B. Tagespresse, Fachzeitschrift, Wirtschaftspresse, Nachrichtenmagazin), Auflage, Erscheinungsdatum, Autor, Platzierung, Umfang/Größe/Zeilenanzahl, Bildanteil, Darstellungsform (z. B. Reportage, Kurzmeldung, Interview, etc.). Auf diese Weise erschafft man sich einen Überblick über die Reaktion in den Medien auf Pressekonferenzen, Messen, Präsentationen, Krisen. Diese Erhebungen sind dauerhaft durchzuführen, um aufgrund von Erfahrungswerten, die Gesamtsituation besser analysieren und dementsprechende Maßnahmen einleiten zu können. Kritisch anzumerken wäre jedoch die fehlende Aussagemöglichkeit über Qualität der Inhalte, denn Medienpräsenz alleine kann nicht das Ziel eines Unternehmens sein, schließlich berichten Journalisten vorzugshalber über so genannte „bad news“. Sollte man diese dann trotzdem dazu addieren, nicht mitzählen oder etwa abziehen von den positiven Beiträgen? Was ist dann aber mit neutralen Artikeln? Außerdem unterstellt man durch diese Methode, dass der Käufer einer Zeitung jeden Artikel des erworbenen Mediums auch tatsächlich liest. Wie behandelt man dann allerdings Titelstories, diese sind für alle, die an den entsprechenden Verkaufsstellen vorbeigehen schon gut lesbar? Solche Fragen bleiben bei der Medienresonanzanalyse unbeantwortet. 
    • Projekt- und Veranstaltungsauswertung, 
    • Webtracking oder 
    • Usabilitystudien von Internetmedien
Unmittelbares Kommunikationsergebnis zeigt auf, welche Aktivitäten erfolgreich waren und welche noch zu optimieren sind.  



Outcome-Ebene
  •  Nehmen die Zielgruppen die Botschaft wahr? 
  • Wurde die PR-Aktivität, Nachricht, Sprache positiv zur Kenntnis genommen? 
  • Hat die verbreitete Nachricht die richtige Zielgruppe erreicht? 
  • Konnte diese die Botschaft entschlüsseln und in den richtigen Kontext bringen? 
  • Konnten die Inhalte richtig wiedergegeben werden? 
  • Wie lange konnte die Nachricht in Erinnerung gerufen werden? 
  • Wie veränderte die Botschaft die Meinung, Emotionen, Wissen, Verhaltensweisen der Zielgruppe? 
  • Hat der Empfänger der Nachricht aktiv reagiert, indem er beispielsweise Informationen angefordert, etwas gekauft oder die Homepage besucht hat?
  • Methode: 
    • Balanced PR-Evaluation System nach Besson
      Diese Methode von Frau Dr. Nanette Besson, die sie im Rahmen ihrer Dissertation entwickelt hat, baut auf der Balanced Scorecard von Kaplan/ Norton auf und nannte sie deshalb ursprünglich auch die Balanced PR-Scorecard. Besson beschreibt jedoch nur ein PR-Kennzahlensystem, dass nicht über die Outcome-Ebene hinaus kommt. Welchen Beitrag PR zur Erreichung der gesamten strategischen Unternehmensziele leistet, kann auf diese Weise nicht nachgewiesen werden. Für Besson lässt sich PR-Erfolg messen, indem man die Effekte der PR-Aktivitäten in Relation zu den vorher getätigten Investitionen setzt. Die Effekte bestehen aus der Einstellungsevaluation, d.h. Kennzahlen im Zusammenhang mit Verhalten, Emotionen, Wissen, Meinung, und der instrumentellen Evaluation, d.h. Kennzahlen mit Bezug zur Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Medienresonanz, PR-Maßnahmen, Allgemeine Situation. Die Investitionen betrachten den Input, wobei die Prozessevaluation den ständigen Abgleich des Maßnahmenplanes mit dem Projektstand, eine Zeit- und Kostenkontrolle und soziale Komponente (Teamarbeit) beinhaltet. Die Konzeptionsevaluation hingegen besteht aus der Prä-Evaluation der Konzeption des PR-Projekts bezüglich der PR-Strategie und Taktik, sowie einer PR-Situationsanalyse. In der ersten Phase wird folglich die gesamt Konzeption evaluiert. Dies kann sowohl durch Checklisten als auch aufgrund von Expertenurteilen erfolgen. Als zweiter Schritt folgt die Prozessevaluation anhand kontinuierlicher Projektbeobachtungen und Interviews mit dem PR-Leiter. Für Kennzahlen im sozialen Bereich und der Randerscheinungen, wie z.B. unerwartete Anfragen, sollte zusätzlich das Team befragt werden. In der dritten Phase kann nun der Effekt gemessen. Für die instrumentelle Evaluation stehen Methoden wie die Medienresonanzanalyse, Zielgruppen- und Umweltbeobachtungen und Interviews zur Auswahl. In der letzten Phase, der Einstellungsevaluation, wäre dann zu prüfen, wie die PR-Maßnahme letztendlich bei der Zielgruppe aufgenommen wurde. Wie sich z.B. die Meinung geändert hat, lässt sich mit Hilfe von direkten zielgruppenbefragungen, Gruppendiskussionen, Expertengesprächen und Tiefeninterviews herausfinden. Mittels eines Multiple-Choice-Fragebogens kann das gewonnene Wissen analysiert werden. Emotionen können durch Fragen nach der Assoziation erhoben werden, d.h. was verbindet der Leser/ Hörer/ Zuschauer mit dem Unternehmen. Das Verhalten kann wiederum mit einer Zielgruppenbeobachtung und einem direktem Dialog herausgefunden werden. Die systematisch erfassten Daten können sowohl aus quantitativen Werten als auch aus rein qualitativen bestehen, letztere sind in der Messung von PR-Erfolg unerlässlich. Für jede neue PR-Maßnahme ist das Kennwertsystem anzupassen, gleiche Kennzahlen sollten jedoch auf die gleiche Weise ermittelt werden, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Zusammenfassend kann über diese Methode von Besson gesagt werden, dass der gesamte PR-Managementprozess Ziel ihrer Evaluation ist, angefangen bei der Konzeption, über die plangetreue Durchführung und die Aktivitäten selbst, bis hin zur Bewertung des kurz- und langfristigen Erfolges.
Outflow-Ebene
  • Welchen Beitrag leistet PR zur Erreichung der strategischen Unternehmens-ziele? 
  • Trägt PR zur Wertsteigerung der Unternehmung bei?
  • Unterstützt PR auch finanzielle Ziele, wie Ertragsentwicklung oder Kostenoptimierung? 
  • Methoden:
    • Balanced Scorecard (BSC)Erfinder dieses Führungssystems sind Robert S. Kaplan und David P. Norton von der amerikanischen Harvard Business School. Die BSC ist ein umfassendes Controlling-System aus harten und weichen Faktoren, welches strategischer und aussagekräftiger Werttreiber bzw. key performance indicators (KPIs) bedarf, die das Controlling bereitstellen muss. Die Balanced Scorecard ist eng mit der Philosophie der wertorientierten Unternehmensführung verbunden, bei der sich jeder Mitarbeiter auf wertsteigernde Aktivitäten konzentrieren soll. Das Unternehmen wird gleichzeitig aus vier miteinander vernetzten Perspektiven betrachtet. Zum einen die klassische Finanzperspektive, aber auch eine Kundenperspektive, eine interne Prozessperspektive und eine Lern- und Entwicklungsperspektive. Ausschlaggebend für zugrunde liegende Werttreiber ist die jeder Perspektive übergeordnete Unternehmensstrategie. Relevante Kennzahlen für die entsprechenden Werttreiber müssen definiert und optimiert werden; sie müssen sowohl Frühindikatoren als Ergebniszahlen beinhalten. Wichtige Kennzahlen in der Finanzperspektive sind die Umsatzwachstumsrate, der Neuproduktanteil und Rentabilität, eben nicht nur die klassischen Kennzahlen, wie der Return on Investment (ROI) und der Economic Value Added (EVA). Durch vermehrte oder gezieltere PR-Aktivitäten kann der Umsatz gesteigert werden, indem erhöhte Aufmerksamkeit in der Gesellschaft geschaffen wurde. Stellt man Innovationen in der Produktpalette in Fachmagazinen vor, kann das den Anteil der neuen Produkte am Gesamtumsatz steigern. Auch in der Kundenperspektive spielt PR eine Rolle. Kennzahlen wie etwa Kundenzufriedenheit, Kundentreue, Kundenakquisition und Marktanteil werden durch PR gezielt beeinflusst. Besitzt man ein gutes Krisenmanagement, können eventuelle Umsatzeinbußen bereits im Vorfeld verhindert und die Kundentreue erhalten werden. Neukundenaqkuirierung wird erheblich effizienter und aussichtsreicher, wenn der potenzielle Kunde bereits von der Firma ein positives Image im Kopf hat. Interne Kommunikation kann in der Lern- und Entwicklungsperspektive für Mitarbeitertreue und Motivation sorgen, zudem wird der Informationsverlust niedrig gehalten. Natürlich wäre es vermessen zu sagen, dass für alle positiven Veränderungen einzig und allein Public Relations seine Ursache hat. Laut Kaplan und Norton muss sich die BSC auch nicht nur auf die vier Ebenen beschränken, je nach Unternehmen lassen sich andere Perspektiven hinzufügen oder manche weglassen. Diesen Gedankengang führt Zerfass in seiner Corporate Communication Scorecard fort.
    • Corporate Communication Scorecard
      Zusätzlich zu den vier Perspektiven Finanzen, Kunden, Prozesse, Potenziale, fügt Ansgar Zerfass noch eine fünfte gesellschaftspolitische hinzu. Auch für diese sind wieder Werttreiber zu identifizieren und Kennzahlen zu definieren. Kommunikative Werttreiber spielen bei Zerfass gleich bei mehreren Perspektiven ein Rolle. Bekanntheit und Reputation sind ausschlaggebend für das Markenimage und -wert aus Kundensicht und auf der gesellschaftspolitischen Ebene. Dies zeigt sich auch im folgenden Ausschnitt aus der Corporate Communication Scorecard. Als Beispiel wurden hier die Finanz- und Gesellschaftspolitische-Perspektive gewählt.Ziele, die für Kommunikationsverantwortliche von Bedeutung sind, wurden hier grau hinterlegt. Somit wird übersichtlich dargestellt, wie Kommunikation zur Wertsteigerung des Unternehmens beiträgt und welche anderen Abteilungen davon profitieren oder ob sie etwa gegeneinander arbeiten. Medienresonanzanalyse, Imageanalyse und andere Evaluationsmethoden kommen bei der quartalsweisen Ermittlung der Ergebnisse ebenso zur Anwendung wie bereits bekannte PR-Kennzahlen. Da dieses System unabhängig von ihren Auswertern ist, kann es auch nicht beliebig interpretiert werden; bei stets gleicher Anwendung erhält man somit verlässliche Ergebnisse. 
    • Communication Control Cockpit (Rolke) und weitereIm Gegensatz zu den vorher beschriebenen Scorecard-Ansätzen, versucht Prof. Dr. Lothar Rolke mit weniger Kennzahlen auszukommen. Er konzentriert sich deshalb auf drei Spitzenkennzahlen, die das Unternehmensziel repräsentieren sollen: Der Value-Value-Relation (2VR) und der Return on Communication (RoCom) ergeben zusammen die Imagerendite (KommEf). Die beiden kommunikativen Werte ImEx und Kommunikationsetat werden hierbei jeweils in Relation zum Economic Value Added (EVA) bzw. Wertsteigerung gesetzt. Um die für den ImEx benötigten Imagewerte der einzelnen Bezugsgruppen zu erhalten, stützt sich das Communication Control Cockpit auf das Konzept des Reputation Quotient (RQ) von Harris/Fombrun. Je nach Bezugsgruppe (Kunden, Öffentlichkeit, Mitarbeiter oder Anteilseigner) müssen die 20 wichtigsten Erfolgsfaktoren herausgearbeitet werden. Diese werden anschließend unterteilt in 6 Dimensionen: Emotionen, Produkte und Service, Vision und Unternehmensführung, Arbeitsumfeld, Finanzstärke und soziale Verantwortung. Diese 20 Merkmale werden dann diversen empirischen Studien, wie Fokusgruppen oder Marktstudien, unterzogen und anschließend durch Anwendung statistischer Verfahren (z.B. Regressions- oder Faktoranalyse) auf eine einzige Kennzahl verdichtet. Die Summe der vier Imagewerte von Kunden, Öffentlichkeit, Mitarbeiter und Anteilseigner ergibt dann den ImEx. Der Economic Value Added und der Kommunikationsetat lassen sich weniger komplex ermitteln. Der EVA ist nichts anderes als der Gewinn nach Steuern abzüglich der Kapitalkosten für Eigen- und Fremdkapital. Die kumulierten Etats der Werbe-, PR-, Vertriebs- und Marketingabteilungen bilden den Kommunikationsetat. Kritisch anzumerken bei diesem Verfahren ist, die geringe Aussagekraft aufgrund der wenigen Spitzenkennzahlen. Was zunächst vorteilhaft erscheinen mag, erweist sich bei genauerer Analyse als sehr abstrakte Darstellung. Der theoretische Zusammenhang kann in der Praxis nicht immer wiedergefunden werden. Auch bei diesem Verfahren ist die Kausalität eines eventuellen Unternehmenserfolges nicht genau nachvollziehbar aufzuschlüsseln und wird generell der Kommunikationspolitik gutgeschrieben; der EVA hängt allerdings von vielen Faktoren ab, wie der Produktqualität, Kostenmanagement, Personalpolitik, etc. Andersherum kann es trotz einer erfolgreichen Kommunikationsarbeit zu einem negativen Rocom kommen, wenn nämlich durch ein erhöhtes Kommunikations-budget, größere Einbußen im Absatzmarkt verhindert werden konnten. 
Diese Verfahren haben alle gemeinsam, dass sie sehr komplex aufgebaut und jedem Unternehmen individuell angepasst werden müssen, denn schließlich verfolgen verschiedene Firmen unterschiedliche Strategien. FAZIT: Es gibt noch nicht DAS Konzeot für Kommunikatiosncontrolling - jedes Unternehmen muss sich zu Beginn der Konzepterstellung an die Erfolgsmessung der PR denken und für sich selbst Lösungen finden... blablabla 

Einschub von Herrn Brockmans: Südkurier - Mediadaten